Homeoffice-Typen à la exanic

by Selina

Tipps für die effiziente Arbeitsgestaltung im Homeoffice kursieren aktuell zuhauf Online und in den Sozialen Medien. Und doch gibt es nicht den ultimativen Ratschlag für die effiziente Arbeit zuhause –denn so individuell wir Menschen sind, so vielfältig gestaltet sich auch jeder seine eigene Tagesstruktur im Homeoffice. Gerne geben wir einen Einblick, wie einige von unserem Team die Pausen gestalten, ihren Arbeitstag planen oder Techniken entdeckt haben, um den Alltag zuhause bestmöglich zu meistern. Und wer weiss, vielleicht findet ihr darunter auch eine Variante, die euch den Alltag im Homeoffice erleichtert?

Cédric – der Sportliche

Für ihn ist der Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit und um Dampf abzulassen, wenn ihn etwas so richtig nervt, eine sportliche Pause einzulegen. Eine 10-minütige Pause, in der er im Wohnzimmer Liegestützen, Burpees und Planking-Sessions macht, stimmt ihn wieder optimistischer.

Selina – die Ritualpraktikerin

Für sie sind Rituale wichtig im Homeoffice. Sie pflegt unter der Woche ein anderes Morgenritual als am Wochenende, um Körper und Geist am Morgen entweder auf Arbeit oder Freizeit einzustimmen. Die weggefallene Zeit für den Arbeitsweg unter der Woche nutzt sie am Morgen für eine kurze Joggingrunde oder einen Spaziergang, am Wochenende ist zuerst frühstücken und entspannen angesagt. Auch ein Feierabendritual hat sie entdeckt: immer vor Feierabend macht sie sich eine To-Do-Liste mit den Aufgaben für den nächsten Tag – so kann sie abschalten und loslassen. Danach kontaktiert sie Freunde über die App «Houseparty» und pflegt bei einem gemeinsamen Apéro ihre sozialen Kontakte.

Victor – der Kidsmanager

Für Vic ist Homeoffice mit den Kindern zuhause eine neue Erfahrung. Die aktuelle Situation ist vor allem für ältere Kids ungewohnt und belastend – die übliche Tagesstruktur in der Schule entfällt und der Anteil an Selbstbeschäftigung ist massiv gestiegen. Vic managt die Situation, indem er sich zwischendurch immer mal wieder für seine Kinder eine Auszeit nimmt. Damit dies gelingt, muss der Alltag gemeinsam mit der Partnerin oder dem Partner neu strukturiert werden.

Melissa – die Pomodoro-Technikerin

Melissa nutzt zuhause jeweils die sogenannte Pomodoro-Technik. Diese besagt, dass man jeweils 25 Minuten arbeiten und dann 5 Minuten Pause machen soll. Die Pausen sind aber keineswegs unproduktiv, da sie jeweils körperliche Tätigkeiten ausübt, um das Gehirn zu entlasten. Beispiele für solche Tätigkeiten sind das Ausräumen des Geschirrspülers, Pflanzen giessen, etc. Sie hat schon oft erlebt, dass sie bei einem Problem nicht mehr weiter wusste - in der Pause kam sie dann aber von alleine auf die wegweisende Lösung. Alles in allem ist Melissa so eindeutig produktiver unterwegs.

Andrin – der Organisierte

Gestaltung des Arbeitsplatzes (und auch mal wechseln für etwas Abwechslung), einen festen Tagesrhythmus, genügend frische Luft und Bewegung, Transparenz im Outlook (wer wann woran arbeitet bzw. erreichbar ist) – möglichst viel organisierte «Normalität» halt. Die virtuelle Kontaktpflege findet er essenziell. Wann immer möglich kontaktiert er seine Kolleginnen und Kollegen. Face-Time bevorzugt er dabei, um die Leute zu sehen – und ja, mittlerweile vielleicht auch, um den einen oder anderen Joke über die nach Coiffeur schreienden Frisuren zu machen (er selber hat einen temporären Coiffeur «organisiert»…).

Dave – der Geniesser

Dave kann sich gut vorstellen, wie es für jene sein muss, die alleine wohnen und sich nun in dieser Zeit im Homeoffice eher einsam fühlen. Er jedoch wohnt mit seiner kleinen Familie zusammen und schätzt es, kurze Pausen und die Mittagszeit mit seinen Liebsten zu geniessen. Er sieht die Situation auch positiv – durch die Arbeit zuhause kann er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, plaudern und mit seinem kleinen Sohn spielen.

Sadi – der Pflanzenflüsterer

Er hat einen grünen Daumen, ich wage sogar zu behaupten, den grünsten von allen in unserem Büro. Denn im Büro ist er umzingelt vom natürlichen Gewächs. Und zuhause? Dort gärtnert er gerne und pflanzt fleissig Gemüse an. Es erstaunt nicht, dass er die Pausen im Homeoffice schon mal nutzt, um das Gemüse zu pflegen und hegen oder die Früchte seiner Arbeit fürs Mittag- oder Abendessen erntet.

Fanny – die Life-Domain-Trennerin

Bereits während den Uni-Lernphasen hat sich Fanny einen Masterplan für die effektive Gestaltung von Homeoffice zurechtgelegt. Für sie ist es wichtig, die Arbeits- und Freizeit vorgängig zu planen und klar voneinander abzugrenzen. Durch die Trennung der Life-Domains kommt die Erholung nicht zu kurz und Pausen können ohne schlechtes Gewissen genossen werden.

Stephanie – die Kaffeelogistikerin

Steffis Wunderelixier im Büro – wie auch zuhause – ist der Kaffee. Damit nicht bereits am Morgen vor der Kaffeemaschine der Schock tief sitzt, wenn keine Kaffeekapseln mehr zu finden sind, sorgt Steffi laufend vor und kauft genügend Proviant ein (keine Angst, der Vorrat kann nicht als Hamsterkauf klassifiziert werden).

Thomas – der Belohnungsmotivator

Wenn es bei Thomas mit dem Flow nicht so klappt und ihn andere Dinge vom Arbeiten ablenken, vereinbart er mit sich immer mal wieder eine kleine Belohnung für die nächste Pause. Dies spornt ihn an und steigert die Eigenmotivation.